Workshop "Konzeptionierung und Geschäftsmodelle"

Es arbeitete Forschung und Praxis zusammen.

Zu Beginn wurde zum einen aufgezeigt, dass ohne ein gut strukturiertes und an die Bedürfnisse der jeweiligen entstehenden Netzwerke ausgerichtetes Geschäftsmodell das nachhaltige Bestehen der gewünschten Dienstleistungsnetze nicht realisiert werden kann. Zum anderen stellt ein Geschäftsmodell für ein Dienstleistungsnetzwerk jedoch ein sehr komplexes Konstrukt dar. Daher wurde anschließend ein Modell zur Erarbeitung eines Geschäftsmodells in mehreren aufeinander folgenden Schritten eingeführt. Der sogenannte Partialmodellansatz bietet eine Unterstützung bei der Konkretisierung der einzelnen Teilaspekte, die jeweils für die drei grundsätzlichen Dimensionen eines Geschäftsmodells – das Nutzenversprechen, die Wertschöpfungsarchitektur und das Ertragsmodell - wichtig sind.

Im Rahmen eines interaktiven Teils analysierten und erarbeiteten die Teilnehmer ein konkretes Geschäftsmodell anhand eines erfolgreichen Praxisbeispiels. Hierzu stelle die Referentin Frau Bäumler vom Landratsamt Bad Tölz/Wolfratshausen das Netzwerk „Seniorenkompass“ vor. Dies ist eine Plattform, die zur Unterstützung vielfältiger Bedarfe für Personen ab sechzig Jahre eingerichtet wurde.

Die sich daran anschließende Gruppenarbeit zeigte ganz konkret, welche Fragen bei der Konzeptionierung eines Geschäftsmodells gestellt werden können und sensibilisierte alle Teilnehmer noch einmal für die Komplexität dieses Themas.

Abschließend wurde eine Matrix mit idealtypischen „Prototypen“ an Geschäftsmodellen vorgestellt. Diese soll als Hilfestellung bei der Gestaltung von zukünftigen Geschäftsmodellen für verschiedene Formen der Netzwerkkoordination dienen und wird derzeit an der Hochschule Kempten entwickelt.

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