FISnet für Unternehmen auf dem Weg zu gesunden Mitarbeitern

Planung und Zielsetzung

Alter(n) ist vielfältig. Gerade im Altersübergang (55+) finden sich unterschiedliche Lebenssituationen und Lebensformen. Und damit verbunden gibt es auch verschiedene Interessen, Bedarfe, Wünsche sowie Risiken, Belastungen und Probleme.

Für manche Menschen ist es gesundheitsförderlich sich in der Arbeit – auch über den Renteneintritt hinaus – zu engagieren, für diese Menschen sollten Möglichkeiten gefunden werden ihre, durch jahrelanges Arbeiten im Betrieb gewonnene Expertise, auch während des Ruhestandes in Kooperation mit den einzelnen Unternehmen und der Belegschaft einzubringen.Bei anderen geht es eher darum, die Beanspruchungen durch die Arbeit zu reduzieren.

Manche Menschen suchen neue Herausforderungen im privaten Bereich. Wieder andere sind auch im Privatleben stark beansprucht und brauchen hier Untrstützung und Entlastung.

Den sehr unterschiedlichen Ausgangssituationen kann dann am erfolgreichsten begegnet werden, wenn Angebote in der Arbeit und im Privatleben möglichst frühzeitig zusammenspielen und individuell gestaltbar sind.

Die Prävention gesundheitlicher Risiken beim Altersübergang erfordert eine Vielzahl unterschiedlicher Angebote: Von betrieblicher Gesundheitsförderung, sozialen Dienstleistungen und Bildungsangeboten bis hin zu Selbsthilfegruppen, bürgerschaftlichem Engagement und finanzieller Beratung. Es gilt in einer Partnerschaft aus Betrieben, Organisationen und Dienstleistern fallspezifische aufeinander abgestimmte kooperierende ‘Service-Netzwerke‘ zu entwickeln. Diese müssen in der Lage sein, auf unterschiedliche betriebliche, berufliche und persönliche sowie besondere regionale, kulturelle und soziale Bedarfslagen ‘vor Ort‘ zu reagieren.

Ziel von FISnet ist der Aufbau kooperativer Dienstleistungsnetzwerke zur individualisierten Gesundheitsförderung in der Erwerbs- und Nacherwerbsphase.

Damit werden die Leistungsfähigkeit und Lebensqualität in der (Noch-)Erwerbsphase mit der Phase danach verbunden, um auch dort ein selbstbestimmtes Leben, neue Lebensentwürfe sowie neue flexible Formen des ‘Ruhestands’ und der (Erwerbs-)Arbeit zu ermöglichen. So werden gesundheitsfördernde Maßnahmen und Angebote im Arbeitsbereich mit denen aus anderen Lebensphasen verknüpft.

Ein Beispiel hierfür ist ein gesundheitsförderndes betriebliches Übergangsmanagement in Form ehrenamtlichen Engagements (bspw. generationaler Wissenstransfer im Unternehmen), das ein Angebundensein und Gebrauchtwerden auch nach Ende der Beschäftigung ermöglicht und aus Sicht der beteiligten Unternehmen den Austausch zwischen „erfahrenen“, verdienten Arbeitskräften und jungen, am Beginn ihrer Erwerbskarriere stehenden Arbeitnehmern fördert. Ein solcher Austausch (Stichwort generationaler Wissenstransfer) garantiert die Bewahrung und Weitergabe von Routinewissen über die spezifischen Arbeitsabläufe und typische Problemlösungskompetenzen in den einzelnen Betrieben.

Darüber hinaus ermöglicht die weitere Einbindung von Beschäftigten in der Nacherwerbsphase einen hohen Grad an Identifikation mit den Zielsetzungen und der „Philosophie“ des jeweiligen Unternehmens. Solche Kooperationsmodelle können darüber hinaus zu einer Verbesserung des Arbeitsklimas in den Betrieben, sowie zum Abbau von Ängsten bezüglich der Nacherwerbsphase innerhalb der Belegschaft beitragen.

Ziel des Projektes ist es also, modellhafte Maßnahmenpakete zu entwickeln, von deren Implementierung sowohl die Beschäftigten als auch die beteiligten Betriebe profitieren und die sich darüber hinaus durch Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit auszeichnen.

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